Effekte körperlicher Aktivität auf kognitive Funktionen bei Patienten nach allogener Stammzelltransplantation (CaSpo)

Trial Acronym: CaSpo

Interdisziplinäres Projekt zusammen mit der Interdisziplinären Klinik und Poliklinik für Stammzelltransplantation Onkologisches Zentrum, UKE

Gefördert durch die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung

Angesichts der wachsenden empirischen Evidenz für krebstherapieassoziierte kognitive Funktionsstörungen rückt die Entwicklung von darauf abzielenden Behandlungskonzepten zunehmend in den Blickpunkt der Forschung. Patienten mit hämatologischen Erkrankungen, die sich einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) unterziehen, stellen hinsichtlich der Entwicklung kognitiver Dysfunktionen eine besonders vulnerable Gruppe dar. So sind diese Patienten häufig neurotoxisch vorbehandelt und die neurotoxischen Effekte der allogenen HSZT (Konditionierung, Immunsuppression) treten zu Vorbehandlungseffekten hinzu. Die randomisierte kontrollierte Interventionsstudie (prospektiver Längsschnitt im Prä-Post-Follow-up-Design) fokussiert auf die Überprüfung des Einflusses eines 4-monati­gen bewegungstherapeutischen Programms auf die kognitive Funktionsfähigkeit bei der genannten Patientengruppe. Der Interventionsstudie ist eine Pilotphase zur Konzeption des bewegungstherapeutischen Programms vorangestellt. In der Studienhauptphase werden 120 Patienten, deren Transplantation drei Monate zurückliegt, konsekutiv in eine Interventions- oder Wartegruppe randomisiert und vor Beginn der Intervention/Wartezeit (T0), nach Abschluss der Intervention/War­tezeit (T1) und drei Monate nach Ende der Intervention/War­tezeit (T2) sportmedizinisch, neuropsychologisch und mittels Fragebögen untersucht. Für ergänzende Vergleiche soll eine gesunde Kontrollgruppe (n = 40) zu zwei Zeitpunkten (Wiederholungsmessung nach vier Monaten) neuropsychologisch und mittels Selbstberichtsinstrumenten untersucht werden. Neben der primären Zielgröße der kognitiven Funktionsfähigkeit werden sekundäre Zielgrößen (u.a. Lebensqualität, Fatigue, Angst, GvHD) sowie demografische und medizinische Basisdaten erhoben. Die Studienergebnisse stellen eine wichtige Grundlage für die Verbesserung der Nachsorge von Patienten mit allogener HSZT dar.

Abb.: Studiendesign

Abb.: Studiendesign